Was ist ein künstliches Koma?

Was ist eigentlich ein künstliches Koma?

Unter dem Begriff künstliches Koma versteht man eine Art der Langzeitnarkose. Der Begriff Koma ist gleichbedeutend mit „tiefer oder fester Schlaf“. Wird ein Patient in ein künstliches Koma versetzt, so geschieht dies meist aus gutem Grund. Oft wenden Ärzte das künstliche Koma nach Unfällen oder bei lebensbedrohlichen Krankheiten an.

Während dieser Dauer wird der Patient auf der Intensivstation überwacht. Neben der Überwachung der Körperfunktionen wie Blutdruck und Herzfrequenz werden viele Patienten in dieser Zeit auch künstlich beatmet. Maschinen übernehmen und ersetzen die lebenserhaltenen Maßnahmen.

Warum künstliches Koma?

Bei einem Unfall oder einer lebensbedrohlichen Krankheit reagiert der menschliche Organismus oft in Form von Panikreaktionen. Dann kann es dazu kommen, dass das körpereigene Rettungssystem überfordert ist. Um den Menschen vor Schmerzen oder einem Schockzustand zu schützen, wird der Betroffene oftmals bewusstlos.

Ein künstliches Koma erfüllt genau diesen Zweck, eine Belastung. Der Körper bekommt Zeit sich zu regenerieren, ohne dass die Psyche durch Stressreaktionen dem entgegen wirken kann. Medizinische Apparaturen übernehmen die wichtigsten Körperfunktionen und damit die Kontrolle über den Organismus. Anders als ein natürliches Koma kann der Zustand bei einem künstlichen Koma jederzeit beendet werden.

Was bekommt man in diesem Zustand mit?

Da es sich beim künstlichen Koma um eine Art flacher Narkose handelt, bekommt der Patient fast immer ein paar Dinge aus seiner Umgebung mit. Zur Behandlung gehört aber auch, die Betroffenen teilweise aus dem Koma erwachen zu lassen. Dies trägt dazu bei, einen Tag und Nachtrhythmus beizubehalten. Die Ernährung erfolgt in dieser Zeit entweder über eine Magensonde oder durch intravenöse Versorgung per Infusion. In manchen Fällen kühlen die Ärzte den Patienten bewusst auf eine Körpertemperatur von bis zu 32° Celsius herunter. Dies geschieht vor allem nach Schlaganfällen oder einem Herzstillstand. Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Sauerstoffverbrauch sinkt.

Risiken und Nebenwirkungen

Nach der Auffassung von Fachärzten sind die Risiken und Nebenwirkungen durch das künstliche Koma sehr gering. Das Aufwachen erfolgt auch nicht schlagartig, sondern ganz langsam durch die Reduzierung des Narkosemittels. Diesen Vorgang nennt man “Ausschleichen”. Eine Reihe von Patienten leidet Stunden oder Tage nach dem Aufwachen an Halluzinationen, die jedoch schnell wieder abklingen. Diese Halluzinationen werden allerdings nicht durch das künstliche Koma als solches ausgelöst, sondern durch die verabreichten Medikamente.

 

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