Vor- und Nachteile von Kortison

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Vor- und Nachteile von Kortison

Immer häufiger stehen Patienten einer Behandlung mit Kortison skeptisch entgegen. Die Angst vor Nebenwirkungen ist so hoch, dass die Chancen auf Linderung gänzlich in den Hintergrund rücken. Dabei spielen Kortisonpräparate gerade in der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen eine übergeordnete Rolle und können hervorragende Ergebnisse erzielen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Glukokortikoide, also kortisonhaltige Medikamente, gezielt einzusetzen.

Woher stammt die Angst vor Kortison?

Kortisonpräparate wurden insbesondere in den 1960er und 70er Jahren in großen Dosen und über längere Zeiträume bei der Behandlung von rheumakranken Patienten eingesetzt wurde. Den Behandlungserfolgen standen allerdings die zahlreichen Nebenwirkungen – u.a. Muskelabbau, Gewichtszunahme, Wachstumsstörungen, Akne – des Medikaments gegenüber, so dass Kortison ab den späten 70er Jahren hauptsächlich für Negativschlagzeilen sorgte.

Die Vorteile einer Behandlung mit Kortison

Da sich die Behandlungsmethoden in den letzten Jahren stark verändert haben, wird Kortison im Rahmen vieler Therapiemaßnahmen als unverzichtbares Medikament angesehen. Da Kortison nur noch an der betroffenen Stelle eingesetzt wird, fallen die Nebenwirkungen deutlich geringer aus. Zudem werden Patienten entweder große Dosen über einen kurzen Zeitraum oder kleinere Dosen über längere Zeiträume verabreicht. Behandlungen, die eine hohe Dosierung über einen langen Zeitraum einschließen, entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Medizin.

Kortison wird als Spray, Creme oder in Tablettenform verabreicht und direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen. Verwendung findet es in der Behandlung von Rheuma, Neurodermitis und anderen entzündlichen Krankheiten. Patienten profitieren hierbei vom entzündungshemmenden Effekt des Kortisons, wodurch diese meist nach kurzer Zeit wieder schmerz- und beschwerdefrei sind.

Mögliche Nebenwirkungen von Kortison

Die anfangs bereits erwähnten Risiken beziehen sich vor allem auf die Langzeitbehandlung mit Kortison. Wird das Medikament hingegen nur vorübergehend verabreicht, so fallen die Nebenwirkungen deutlich geringer aus: kurzzeitiges Verstärken der Schmerzen, Hitzewallungen, Zwischenblutungen während der Menstruation und ein kurzzeitig ansteigender Blutzuckerspiegel bei Diabetikern sind die häufigsten Nebenwirkungen.

 

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