Lungenkrankheiten auf Reisen

Lungenkrankheiten auf Reisen

Reisezeit ist auch Krankheitszeit. Oftmals werden Impfschutz und ähnliches für Fernreisen angepriesen, doch kaum jemand denkt an die Gefahren, die auch in europäischen Ländern lauern. In Südeuropa tummeln sich beispielsweise zahlreiche Erreger, die wir in unseren Breiten nicht vorfinden. Deshalb ist schon so mancher Urlauber mit einer Lungenentzündung heimgekehrt.

Streptococcus pneumoniae

In Südeuropa tummeln sich resistente Pneumokokken, die bei so manchem Urlauber zu einer Lungenentzündung führen. Grund dafür ist, dass die Bakterien unempfindlich gegen das hierzulande so häufig eingesetzte Antibiotikum Penicillin sind. In Deutschland gibt es sehr wenige resistente Bakterienstämme, während in Spanien, den USA oder auch Frankreich ein Drittel der eruierten Bakterienvorkommen resistent gegen bestimmte Medikamente sind.

Die sogenannten Reserve-Antibiotika, die dann zum Einsatz kommen, haben häufig sehr starke Nebenwirkungen. Eine Immunisierung bei Kindern bis zum zweiten Lebensjahr wird daher dringend empfohlen. Auch Personen über 60 Jahre können sich mit Hilfe eines Impfschutzes im Vorhinein gegen die Infektionen wappnen.

Tuberkulose-Risiko

Eine Reise nach Südostasien, Russland oder Afrika birgt widerum ein Tuberkulose-Risiko, das zwar mit Antibiotika behandelt werden kann, allerdings existieren auch bei dieser Krankheit inzwischen resistente Stämme. Auch das Mycobacterium tubercolosis wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Also halten Sie sich möglichst immer die Hund vor den Mund und versuchen hustenden Menschen aus dem Weg zu gehen. Die Infektion mit dem Tuberkulose-Virus ist allerdings eher unwahrscheinlich. Kommt es nach einer Reise in die genannten Länder allerdings zu anhaltenden Symptomen sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Der Fall Warstein

Auch im westfälischen Deutschland gab es im vergangenen Jahr eine Lungenkrankheitswelle. Dort brach eine Legionellen-Epidemie aus, die sogar Todesfälle zu verbuchen hatte. Die Epidemie war durch verunreinigte Klär- und Kühlanlagen verbreitet worden. Es muss allerdings nicht immer zu einer so drastischen Epidemie kommen. Die milde Form, das Pontiac-Fieber, kann ebenfalls auftreten. Wichtig ist den behandelnden Arzt bei Symptomen auf einen Auslandsaufenthalt hinzuweisen.

 

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