Depersonalisierung – Was ist das?

Die Depersonalisierung beschreibt den Verlust und die Veränderung des ursprünglichen Gefühls für die eigene Persönlichkeit. Man versteht unter diesem Syndrom eine bestimmte Form von psychischer Störung. Diese trifft bei Betroffenen auf, welche die eigene Person oder aber auch Personen innerhalb der Umgebung als verändert und fremd wahrnehmen. Oft geht damit auch ein Gefühl von Unwirklichkeit einher. Entfremdungserlebnisse, die sich speziell auf die Umwelt beschränken, werden dabei auch oft als Derealisation bezeichnet. Die Störung wird laut dem Katalog für Krankheiten dem neurotischen Formenkreis zugeordnet und offiziell unter die dissoziativen Störungen gerechnet.

Wie äußert sich die Krankheit?

Es gibt kaum eine andere Erkrankung, die so unterschiedliche und vielfältige Symptome aufweist. Daher muss man sich für die offizielle Diagnose auf die Kernsymptome beschränken. Beinahe alle Betroffenen beklagen eine emotionale Taubheit. Die eigenen Gefühle werden hierbei immer als flach oder auch unwirklich beschrieben. Die Wahrnehmung von anderen Personen erscheint oftmals ebenfalls sehr kalt. Emotionen können nur sehr schwer wahrgenommen werden. Ein klassisches Beispiel hierfür ist das Betrachten eines Sonnenuntergangs, das den Betroffenen nicht im Ansatz berührt. Auch das Körpererleben tritt sehr verändert auf. Der eigene Körper wird durchweg als verändert wahrgenommen.

Viele Betroffene beschreiben, dass sich der Körper selbst leblos und nicht-zugehörig anfühlt. Das eigene Spiegelbild und auch die Stimme wirken entfremdet, so als würde man sich selbst nicht erkennen. Bei der visuellen Wahrnehmung haben Betroffene oftmals die Empfindung nicht im eigenen Körper zu wohnen. Sie stehen neben sich und beobachten die Umwelt aus einer anderen Perspektive. Bewegungen wirken oftmals sehr kontrolliert und beinahe wie die eines Roboters. Erkrankte haben oftmals das Gefühl sich nicht willentlich zu bewegen. So wird beschrieben, dass sie die Bewegung der Hand als ferngesteuert empfinden. Weiterhin werden Erinnerungen häufig nur sehr schwach wahrgenommen. Sie entfremden sich und schon Erlebnisse, die wenige Stunden zurückliegen sind so nicht mehr greifbar. Es gibt noch viele weitere Symptome, welche sich auf verschiedener Ebene äußern können.

Wie wird eine Diagnose gestellt?

Damit eine Diagnose gestellt werden kann, muss eine deutliche Beeinträchtigung in dem sozialen, beruflichen und auch privaten Umfeld vorhanden sein. Es handelt sich dabei auch immer um wiederkehrende und auch andauernde Erfahrungen, die deutlich von den geistigen Prozessen losgelöst wirken. Wichtig ist ebenfalls den gesamten Gesundheitszustand zu betrachten. Überwiegend tritt die Erkrankung nur mit anderen psychischen Störungen auf. Dazu zählen beispielsweise Panikstörungen, akute Belastungen und auch dissoziative Störungen.

Die Ursachen der Depersonalisation

Die Ursachen dieser Erkrankung können sehr unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist im Vorfeld jedoch die Frage, ob andere psychische Störungen vorhanden sind. In solchen Fällen ist die Erkrankung der Grundstörung zuzuordnen. Mehrfach kann kein einzelner Faktor als Ursache benannt werden. Wohingegen einzelne Phasen immer einen aktuellen Auslöser aufweisen. Meistens handelt es sich dabei um stressauslösende Erlebnisse, die oftmals als lebensbedrohlich wahrgenommen werden. Ein Missbrauch von Substanzen kann diese Erkrankung letztendlich ebenfalls auslösen. Bei der Behandlung dieser Störung steht stets die Grunderkrankung im Vordergrund. Da die Depersonalisierung immer ein Begleitsymptom ist, muss die ursprüngliche Erkrankung zuerst behandelt werden. Hierfür stehen verschiedene Therapien und auch diverse Medikamente zur Auswahl.

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2 Kommentare
  1. thomas sagte:

    ich bin durch zu langer einnahme von tavor und lyrika in die disponalisierung gelangt.klingt dies wieder ab,wenn man die medikamente nicht mehr nimmt?wer kann mir antwort geben.thomas

    Antworten

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