Psychoanalyse

Psychoanalyse

Der Begriff Psychoanalyse setzt sich aus dem griechischen Wort für Seele (psyche) und Zerlegung (analysis) zusammen. Als Begründer der modernen Psychoanalyse gilt der Wiener Neurologe Siegmund Freud. Aus den Grundlagen seiner Lehre haben sich im Laufe der Zeit eine ganze Reihe unterschiedlicher Strömungen innerhalb der Tiefenpsychologie entwickelt.

Psychoanalyse, was ist das?

Als Psychoanalyse gilt die Theorie über die unbewussten seelischen Vorgänge im Menschen. Laut ihrem Begründer Seigmund Freud besteht eine Verbindung zwischen dem Mentalen und den Bereichen des Körperlichen. Im Laufe der Jahre haben die Psychoanalytiker die Methode der Psychoanalyse weiterentwickelt. Zum Teil weichen diese Methoden sogar von den ursprünglichen Erkenntnissen Freuds ab. Zu diesen Methoden zählen etwa die strukturale Psychoanalyse nach Jacques Lacan, die Selbstpsychologie nach Heinz Kohut oder die Objektbeziehungstheorie nach Klein, Winnicott und Bion.

Die Psychoanalyse als Methodik zur Untersuchung

Die Psychoanalyse ist nicht nur als Theorie zu verstehen, sondern bietet auch verschiedene Methoden, menschliches Denken, Verhalten und Erleben zu analysieren. Dabei steht nicht nur der einzelne Mensch im Mittelpunkt, sondern auch Gruppen oder ganze Kulturen. Die Leitidee dabei ist, dass hinter vielen Werten und Regeln einer Gemeinschaft oft unbewusste Bedeutungen stecken. Anhand der psychoanalytischen Konzepte lassen sich diese erkennen und verständlich machen. Im Laufe der Zeit wurden daraus weitere Methoden zur Analyse der Persönlichkeits- oder Erzählstruktur entwickelt.  So lassen sich zum Beispiel viele Märchen auf diese Art psychoanalytisch interpretieren.

Psychoanalyse als erfolgreiche Therapie

Bei der Psychoanalyse handelt es sich um eine aufdeckende Therapie. Dabei wird versucht, dem Patienten zu einem Verständnis für die Verknüpfungen zwischen seinem Leiden und dessen Ursachen aufzuzeigen. Diese Erkenntnis über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung auf die Psyche, führt oft schon zu einer wesentlichen Besserung. Der Therapeut strebt dann eine weitgehende Umstrukturierung der Persönlichkeit bzw. der Verhaltensweisen an. Der Patient soll lernen, auf bestimmte Faktoren anders zu reagieren und diese damit besser zu verarbeiten.

In der klassischen Psychoanalyse finden die Sitzungen über Jahre hinweg drei- bis fünfmal pro Woche statt. Dabei liegt der Patient bequem auf einer Couch oder sitzt dem Therapeuten gegenüber und spricht über alles, was ihm in den Sinn kommt. Dies wird auch als freie Assoziierung bezeichnet. Der Analytiker hört ihm zu und teilt dem Patienten seine Deutung des Gesagten mit. Oftmals reagieren die Therapeuten allerdings auch gar nicht auf das Gesagte und ermöglichen dem Patienten somit eine eigene Deutung. Dies führt anfangs in vielen Fällen zu Irritationen des Patienten. Der Therapeut bemüht sich im Verlauf der Psychoanalyse typische emotionale Muster oder Motive aufzuspüren und ihren Stellenwert zu interpretieren.

Während der Behandlung kann sich der Analytiker auch der Methode der Traumanalyse bedienen. Neben der klassischen, bis zu 300 Sitzungen dauernden psychoanalytischen Therapie, wenden Experten auch weniger lange tiefenpsychologische Therapieformen an. Bei dieser Behandlungsform finden die Sitzungen ein- bis zweimal wöchentlich statt. Je nach Fall raten die Therapeuten auch zu Fokal- oder Kurzzeittherapien. Hierbei wird ein klar umschriebenes Problem innerhalb von 20 bis 30 Sitzungen behandelt. Diese Therapieform wird auch als „niederfrequente psychoanalytische Psychotherapie“ bezeichnet. Darüber hinaus wurden eigene Methoden für die Therapie von spezifischen psychischen Störungen entwickelt. Die Methode der Psychoanalyse wird sowohl für Erwachsene als auch bei Kindern und Jugendlichen angewandt. Neben der Behandlung von Einzelpersonen wird auch die psychoanalytische Behandlung in der Paar- und Familientherapie angeboten. Darüber hinaus finden auch Gruppenanalysen sowie eine stationäre psychodynamische Therapie und auch eine psychoanalytisch orientierte Supervision statt.

 

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