Bio-Siegel – So behalten Sie den Überblick!

Bio-Siegel - So behalten Sie den Überblick!

Es gibt Demeter, Bioland, Naturland, Gäa und viele mehr – Bio-Siegel. Wirrwarr im Supermarkt. Es gibt Labels für artgerechte Haltung, kontrollierten Anbau, nachhaltige Fischzucht usw. Welche gelten denn nun?

Mindeststandards für „Bio“ und „Öko“

„Bio“ ist genau wie „Öko“ ein durch die EU geschützter Begriff. Alle Lebensmittel, die mit diesen Begriffen werben, müssen das EU-Bio-Logo tragen: Ein stilisiertes Blatt aus zwölf weißen Sternen auf grünem Grund. Es wurde 2010 europaweit eingeführt. Bei diesem Label müssen die Produktzutaten, die aus der Landwirtschaft kommen, zu 95 Prozent aus Öko-Betrieben kommen. Bei Schweine- und Geflügelfutters sind zehn Prozent aus konventionellem Anbau erlaubt.

Die maximale Tierzahl pro Hektar beträgt bei Legehennen 230 Tiere, bei Masthühnern 580 und bei Schweinen 14. Dieses Siegel hat das weiß-grüne Sechseck mit der Aufschrift Bio abgelöst, das es bereits seit 2001 gibt. Es wird immer seltener. Das deutsche Bio-Siegel wird schrittweise vom europäischen Bio-Siegel abgelöst. Bioland, Demeter und Naturland sind da bei Tierhaltung und Fütterung strenger. Alle Betriebe werden von zugelassenen Kontrollstellen geprüft.

Demeter

Bei Demeter müssen 100 Prozent der Zutaten ökologischer Herkunft sein. Konventionelles Mischfutter oder genetisch verändertes Futter sind verboten. Der Transportweg des Schlachttiers muss möglichst kurz, maximal aber 200 km, sein. Demeterbetriebe beachten zudem anthroposophische Grundsätze wie die Orientierung an Mondphasen. “Bei Demeter haben die Rinder zum Beispiel noch Hörner”, erklärt Martin Rombach vom Prüfverein Verarbeitung für ökologische Landbauprodukte in Karlsruhe. Sein Institut prüft auch für Demeter. In vielen Betrieben werden den Tieren oft auf schmerzhafte Weise die Hörner entfernt, damit sie keinen so großen Abstand mehr zu anderen Tieren halten müssen. So können mehr Kühe auf weniger Fläche gehalten werden. Die Fensterfläche im Stall muss mindestens 5 Prozent der Gesamtfläche des Stalls betragen.

Bioland

Das gilt auch für Bioland. Bioland ist der größte Verband mit strengeren Richtlinien als die EU-Verordnung. Die maximale Tierzahl pro Hektar: 140 Legehennen, 280 Masthühner oder zehn Schweine pro Hektar und Jahr. Zudem wird auf widerstandsfähige Rassen geachtet. Die Fütterung erfolgt nach besonders strengen Kriterien. Zwar muss bei allen großen privaten Siegeln mit Bio-Futter gefüttert werden, aber Bioland hat hier ein besonders zuverlässiges Netz aufgebaut. Der Ackerbau erfolgt nachhaltig mit wechselnden Feldfrüchten statt Kunstdünger und Pestiziden.

Naturland

Hier wird verstärkt Wert gelegt auf die soziale Verantwortung, die ein Naturland-Betrieb hat: Zum einen im Umgang mit dem Mitarbeitern und Handelspartnern, zum anderen den Kunden gegenüber. Naturland deckt zusätzlich also noch Bereiche ab, die die EU-Ökoverordnung (noch) nicht geregelt hat. Als Beispiele können hier ökologische Waldnutzung oder Textil- und Kosmetika-Herstellung angeführt werden.

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