Herzwurmkrankheit beim Hund

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Herzwurmkrankheit beim Hund

Wer einen Hund hat, weiß wie viel Zeit und Aufmerksamkeit dieser braucht. Wenn er dann erkrankt ist das für Hundehalter und Hundehalterinnen oft ein großer Schock. Eine ernstzunehmende Krankheit, die vor allem Hunde trifft ist die Herzwurmkrankheit, die auch als Dirofilariose bezeichnet wird. Diese Krankheit wird durch Erreger der Filarienart Dirofilaria immitis erzeugt. Das Wachstum der Erreger verläuft in mehreren Larvenstadien, wobei für gewöhnlich die ersten drei Stadien sich in Stechmücken abspielen.

Bisher sind etwa 70 Stechmückenarten als Träger bekannt. In Mitteleuropa sind diese jedoch nicht vertreten. Italien, Griechenland sowie Südfrankreich hingegen, beherbergen einige dieser Stechmückenarten. Nachdem die Erreger in die Unterhaut der Hunde eindringen, verharren sie dort etwa 2 Monate und bahnen sich dann den Weg in Richtung Herz. Von der Muskulatur, über das Blutgewebe wachsen sie in den folgenden 2 bis 3 Monaten zum Erwachsenenstadium heran und befallen dann das Herz. In Ihrer vollen Ausprägung sind sie zwar nur etwa 1mm dick, erreichen aber eine Länge von etwa 20 bis 30 cm. Neben Hunden werden auch Katzen oder Frettchen befallen, jedoch nicht mit einer so hohen Häufigkeit, wie das bei Hunden der Fall ist.

Symptome der Dirofilariose

Die Gesamtheit der Symptome – das klinische Bild – wird vor allem durch eine allgemein reduzierte Leistungsfähigkeit charakterisiert. Folglich kommt es regelmäßig zur Rechtsherzinsuffizienz. Bei dieser kommt es zur Erweiterung und gleichzeitigen Überlastung der rechten Herzseite. Weitere Symptome sind dann Atemnot, stärkeres Husten und auch die Bildung von Ödemen.

Wenn Sie den Verdacht schöpfen, dass Ihr Hund an einer Herzwurmerkrankung leidet, ist es sinnvoll umgehend einen Tierarzt zu konsultieren. Eine mikroskopische Untersuchung des Kapillarbluts oder auch ein Knott-Test auf den Mikrofilarien kann mit einer Nachweissicherheit von (jedoch nur) 75 Prozent weitere Erkenntnisse bringen. Teilweise kann auch ein sogenanntes „Speed DIRO“ durchgeführt werden, wodurch in einem immunchromatographischen Schnelltest eine Dirofilariose erkannt werden kann.

Therapiemöglichkeiten und Vorbeugung

Im Bereich der Therapien gibt es zwar Möglichkeiten, wie die Behandlung mit Diethlycarbamazin, jedoch führt diese zum Absterben der Würmer, was bei starkem Befall wiederum zur Embolie führen kann. Die Embolie ist die Verstopfung der Blutgefäße durch die angeschwemmten Mikrofilarien. Auch eine operative Entfernung ist prinzipiell zwar möglich, in der Praxis aber nicht nur kompliziert, sondern auch nur in speziellen Kliniken durchführbar.

Empfehlenswert in beiden Fällen ist die Vorbeuge. Wenn Sie als Hundehalter Gebiete mit hohem Stechmücken-Vorkommen in den genannten südeuropäischen Ländern und auch Nordamerika vermeiden können, haben Sie bereits eine gute Ausgangsbasis, Dirofiliarose zu vermeiden. Auch Behandlungen mit Ivermectin oder Moxidectin zur Vorbeuge sind in Absprache mit Ihrem Tierarzt vorstellbar.

 

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