L-Cystein im Brot- Wie schädlich ist es?

Soviel schon mal vorweg: Obwohl nahezu alle Inhaltsstoffe bei abgepackter Ware deklariert werden müssen, steht L-Cystein oder E920 eher selten auf den Listen. L-Cystein wird als Mehlbehandlungsmittel zur Teigherstellung für Brot und Kekse verwendet. Der Teig reift mit Hilfe dieser Aminosäure besser, wird geschmeidiger und lockerer. Auf 100 kg Mehl wird ein Gramm Cystein zugesetzt. Der Teig soll dadurch auch nicht mehr an den Maschinen kleben bleiben. L-Cystein wird demnach oftmals in industriell gefertigten Backwaren gefunden.

Was ist L-Cystein?

Heute gibt es L-Cystein bzw. E920 synthetisch oder es wird aus Bakterienkulturen gewonnen. Früher wurde es aus Menschenhaar hergestellt, bevorzugt asiatischem, da hier der Anteil an Cystein besonders hoch ist. Seit April 2013 ist das allerdings durch eine EU-Richtlinie untersagt. Heute wird auch gerne auf das Schwein zurückgegriffen. Dies stellt sich allerdings häufig als schwierig für die Zugehörigen verschiedener Religionen heraus. Moslems ist es beispielsweise untersagt Lebensmittel, die vom Menschen stammen, zu essen. L-Cystein kommt auch auf natürliche Weise im Körper vor.

Aufgrund seiner schwefelhaltigen Struktur erfüllt es zahlreiche Aufgaben im menschlichen Organismus und trägt zu einem guten Wohlbefinden bei. L-Cystein gehört zu den proteinogenen α-Aminosäuren. Es wird vom erwachsenen Menschen in der Leber produziert. Da der tägliche Bedarf bei etwa 1.400 mg liegt, muss, wenn die Ernährung nicht sehr vielseitig ist, dem Körper zusätzlich noch L-Cystein zugeführt werden.

Welche Auswirkung hat L-Cystein?

Fehlendes Cystein kann negative Auswirkungen haben, denn es wirkt bei Heilung und Linderung von Arthritis, Osteoporose und grünem Star mit. Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zeigt es Wirkung. Der Alterungsprozess soll mit Hilfe dessen verlangsamt werden. Haut und Haare sollen vom L-Cystein profitieren. Im Falle eines Cysteinmangels kann es zu vermehrten Infektionen und Entzündungsreaktionen kommen, die mit einer stark abnehmenden Zahl der natürlichen Killerzellen einhergehen. Es entstehen im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs. L-Cystein ist in der Lage toxische Schwermetallverbindungen in stabile Komplexe zu überführen. Anschließend werden diese aus dem Körper ausgeschieden. Sicher haben Sie schon von der Hustenmedizin ACC oder NAC gehört? Da die Reinheitsgebote in der Pharmaindustrie wesentlich höher sind, wird das L-Cystein wirklich meist aus Bakterienkulturen gewonnen.

Eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2001 hat die Gewinnung von L-Cystein aus Menschenhaar allerdings verboten. Nicht gesundheitliche Schäden sind dafür verantwortlich, sondern der ethische und moralische Gesichtspunkt. Inzwischen wird das L-Cystein entweder synthetisch oder aus Schweineborsten gewonnen.

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