Die Farbe der Katze
Katzen gibt es in verschiedenen Farben und Zeichnungen des Fells. Sie alle gehen zurück auf zwei Farbstoffe (Melanine): das schwarze Eumelanin und das rote Phäomelanin. Alle Nuancen entstehen durch deren räumliche Verteilung und ihre jeweilige Intensität.
Weist eine Katze mehr als eine Farbe auf, so bezeichnet man diese Färbung mit dem englischen Begriff „tabby“, die Fellzeichnung wird „agouti“ genannt. Weist eine Katze sogar drei unterschiedliche Farben auf, benutzt man die Bezeichnung „tortie“, die nicht vom deutschen Wort „Torte“ abgeleitet ist, sondern vom französischen „tortoise“ (= „Schildkröte“).
„Weiß“ gilt dabei allerdings nicht als eine Farbe, sondern als Abwesenheit jeglicher Färbung. Eine schwarz-weiße Katze etwa ist demnach als einfarbig zu verstehen. Rote Katzen, die fast immer auch weiße Anteile im Fell aufweisen, sind überwiegend männlich, da die Dominanz des Phäolamins geschlechtsgebunden ist. Die Farbe kann auch bei weiblichen Nachkommen auftreten, wenn sich ein roter Kater mit einer Katze paart, die wiederum von einem roten Vater abstammt. Sitz der Gene, die letztlich über die Farbe und Musterung des Tiers bestimmen, sind die Chromosomen.
Im Unterschied zum Menschen, dessen gesamtes Genmaterial in 46 Chromosomen gespeichert ist, sind es bei der Katze 38. Doch abgesehen von ihrer Anzahl funktionieren die Erbträger in gleicher Weise. Wie der Mensch so verfügt auch jede Katze über einen doppelten Chromosomensatz, in dem sich das Erbgut beider Elternteile findet. Und analog zum Menschen handelt es sich bei weiblichen Katzen um einen XX-Satz und bei männlichen um einen XY-Satz. Träger der Geninformation bzgl. der Farben sind allerdings nur X-Chromosomen. Bei Katzen können, wie auch bei Hunden, Gendefekte bzw. Mutationen auftreten, die Einfluss auf die Farbe oder Musterung eines Tieres haben.
Da die unterschiedlichen Gene neben der äußeren Erscheinung auch noch andere Aspekte des Organismus beeinflussen, lassen sich mitunter schon an der Erscheinung von Tieren mögliche Risiken für die Gesundheit erkennen. Allerdings hat die Forschung auf diesem Gebiet noch große Herausforderungen zu bewältigen, um die komplexen Verflechtungen zwischen äußeren Merkmalen und inneren Prozessen zu verstehen.
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