Ernährung von Meerschweinchen

Ernährung von Meerschweinchen

In vielen Haushalten leben Meerschweinchen. Daher winken in den Zoofachhandlungen viele Produkte zur Ernährung der Tiere. Problematisch ist, dass die meisten Tierbesitzer nicht wissen, welches Futter und vor allem welche Menge das Tier benötigt. Daher wird häufig zu viele Futter gegeben und die Zusammensetzung ist ebenfalls nicht meerschweinchengerecht. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte der Meerschweinchenhaltung erläutert. Obst und Gemüse sind wichtig Grundsätzlich berechnet sich die richtige Futtermenge nach dem Gewicht des Tieres.

Dabei gilt, dass verschiedene Futterarten berücksichtigt werden müssen. Rund zehn Prozent des Körpergewichts sollte sich aus Obst und Gemüse zusammensetzen. Meerschweinchen sind sehr empfindlich und können bei einer höheren Menge Verdauungsprobleme bekommen. Zugleich fressen sie dann weniger vom Heu, das allerdings für verschiedene Stoffwechselvorgänge wichtig ist. Daher können bei einem starken Überschuss an Obst und Gemüse auch schwerwiegende gesundheitliche Probleme auftreten. Bei einem Tier mit einem Kilogramm Gewicht werden somit täglich rund 100 Gramm frisches Gemüse und Obst gegeben. Eine Einschränkung besteht allerdings beim Obst. Dieses ist sehr kalorienreich und süß. Daher bevorzugen die Nager es oftmals. Übergewicht kann vorprogrammiert sein. Daher gilt, dass Obst nicht mehr als zweimal wöchentlich gegeben werden sollte. Die restlichen Tage werden dann mit Gemüse abgedeckt.

Obst und Gemüse sollten keine Tischabfälle sein. Vielmehr ist es wichtig, dass es sich um frische Waren handelt. Wurde es im Kühlschrank gelagert, dann muss es vor dem Füttern einige Minuten bei Raumtemperatur aufwärmen. Heu und Grünfutter Während Obst und Gemüse rationiert angeboten werden, muss Heu ständig verfügbar sein. Das bedeutet, dass der Vorrat aufgefüllt werden sollte, bevor es vollständig aufgebraucht ist. Heu übernimmt mehrere Aufgaben, die durch seine Nährstoffe sowie durch die Beschaffenheit bedingt sind. Zum ersten wird durch den Verzehr von Heu die Darmtätigkeit aufrecht erhalten. Weiterhin ist Heu kalorienarm und zum dritten enthält das Futter viel des wichtigen Vitamin C, das von den Tieren in der natürlichen Heimat durch den Verzehr von frischem Gras aufgenommen wird. Zudem wird durch das Kauen der Zahnabrieb gefördert, sodass Zahnprobleme minimiert werden. Heu ist daher ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung des Meerschweinchen.

Zu beachten ist dabei auch, dass mehrere Grasarten darin verarbeitet wurden. Meerschweinchen lieben Abwechslung, sodass mindestens zwei oder drei unterschiedliche Grasarten vorhanden sein sollten. Grundsätzlich sollte auch genügend Grünfutter verfügbar sein. Grünfutter wird frisch angeboten und sollte nur aus Arten bestehen, die der Mensch selbst auch essen würde. Zugleich muss das Grünfutter möglichst frisch sein. Die Menge ist dabei kaum entscheidend. Wichtiger ist vielmehr, dass keine faulen Stellen oder verwelkte Blätter aufgenommen werden. Auch hier gilt, dass ein Meerschweinchen kein Abfallverwerter ist. Löwenzahn, Paprika, Petersilie, Fenchel, Spinat und andere Gemüsesorten werden hierbei allerdings in unterschiedlichen Mengen gegeben. Grundsätzlich gilt, dass mit zunehmender Blähungsgefahr die Menge sinken sollte. Kein Trockenfutter anbieten Im Zoofachhandel werden auch verschiedene Trockenfutter für das Meerschweinchen angeboten.

Dieses ist allerdings sehr kalorienreich und besteht unter Umständen aus Bestandteilen, die das Tier in der Natur nicht aufnimmt. Daher sollte auf Trockenfutter verzichtet werden. Einzige Ausnahme ist bei einer Erkrankung des Tieres gegeben. Hier verliert der Nager häufig viel Gewicht. Durch die hohe Konzentration an Energie kann das Meerschweinchen durch das Trockenfutter daher wieder aufgepäppelt werden. Steht genügend Heu und Frischfutter zur Verfügung, dann ist auf jeden Fall auf Trockenfutter zu verzichten, da Frischfutter wesentlich länger vorhält und einen idealen Energiegehalt hat.

 

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