Läufigkeit beim Hund – Der Zyklus der Hündin

Läufigkeit beim Hund – Der Zyklus der Hündin

Für den Organismus von Hunden gelten prinzipiell natürlich die gleichen Regeln wie für alle anderen Säugetiere. Das bedeutet, dass bei weiblichen Tieren mit Erreichen der Geschlechtsreife der Fruchtbarkeitszyklus einsetzt. Herrchen oder Frauchen sollte wissen, wann und wie sich der Zyklus des Tieres bemerkbar macht, also wann die Läufigkeit einsetzt und was es dann zu beachten gilt. Es ist schwierig, allgemein verbindliche Aussagen über die körperliche Entwicklung von Hunden zu treffen. Nicht nur, weil die verschiedenen Rassen unterschiedlich sind.

Jedes einzelne Tier bringt unterschiedliche organische und psychische Voraussetzungen mit. Es gibt allerdings verallgemeinernde Aussage, die auf so ziemlich jeden Hund zu treffen. Generell werden Hunde kleinerer Rassen schneller die Geschlechtsreife erreichen als größere Tiere. Sie setzt ein, wenn der Hund sein „erwachsenes“ Gewicht erreicht hat. Das kann bei kleineren Hunden bereits nach sechs Monaten der Fall sein, bei größeren kann es bis zu zwei Jahren dauern. Die erste Läufigkeit bei Hunden nimmt oft einen untypischen Verlauf, da der Organismus des Tieres gewissermaßen noch „in der Pubertät steckt“.

Der Zustand der Läufigkeit tritt durchschnittlich alle sieben Monate ein, also etwa zweimal jährlich. Man unterteilt ihn in vier Phasen: die Vorbrunst (Proöstrus), die Brunst (Östrus), die Nachbrunst (Metöstrus) und die Ruhephase (Anöstrus). In der ersten Phase schwillt die Vulva des Tieres an und es tritt ein erster Ausfluss auf. Rüden werden dann bereits aufmerksam und zeigen Interesse. Die Hündin ist jedoch noch nicht bereit zum Geschlechtsakt und reagiert aggressiv auf Annäherungen männlicher Tiere. Im Durchschnitt dauert diese Phase neun Tage. Die Spanne liegt insgesamt zwischen drei und 17 Tagen.

Setzt die Brunst ein, ist die Hündin deckbereit. Sie bleibt nun bereitwillig stehen, wenn Rüden in ihre Nähe kommen. Die Schwellung der Vulva lässt nach, Menge und Farbe des Ausflusses verändern sich. Auch diese Phase dauert im Durchschnitt neun Tage lang. Sie kann jedoch auch nur drei oder – im anderen Extrem – bis zu 21 Tagen andauern. In der Nachbrunst verschwinden die äußeren Anzeichen der Läufigkeit. Im Organismus des Tieres allerdings finden alle weiteren hormonellen Prozesse statt, die für eine Trächtigkeit von Bedeutung sind.

Die Ruhephase ist die Zeit bis zum Beginn des nächsten Zyklus. Wie sich das Verhalten einer Hündin im Zustand der Läufigkeit verändert, lässt sich nicht prognostizieren. Manche Tiere scheinen kaum Notiz davon zu nehmen, andere werden unruhig, wieder andere extrem anhänglich. Auch die Art, wie die Tiere mit dem Ausfluss umgehen, ist individuell verschieden. Manche sind extrem reinlich, andere eher gleichgültig. Bei Letzteren sollte das Tragen eines Höschens überlegt werden. In diesem Fall muss das Tier jedoch erst daran gewöhnt werden. Das sollte man am besten tun, bevor es wirklich gebraucht wird. In jedem Fall sollte die Hündin während der Brunst nur angeleint ausgeführt werden. Wer Probleme vermeiden möchte, sollte möglichst in dieser Zeit mit dem Tier keine Plätze aufsuchen, an denen sich viele Hunde aufhalten. Bei Begegnungen mit anderen Hundebesitzern empfiehlt es sich, diese über den jeweiligen Zustand der Hündin zu informieren.

 

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