Bei Seehunden an der Nordsee besser auf Distanz bleiben
Ab Anfang Mai werden die ersten Heuler auf den Sandbänken der Nordsee geboren. In der Regel ist dieser Ort auch für die ersten Monate ihre Heimat. Aufgrund von Stürmen oder durch den Menschen verursacht, werden Heuler manchmal von der Mutter getrennt. Wenn das Tier an den Strand gespült wird, sucht es seine Mutter mit dem typischen Heulen.
Zwar braucht der Nachwuchs Hilfe, Touristen sollten aber davon absehen, direkt auf das Tier zuzustürzen. Mindestens 300 Meter sollten zwischen Mensch und Seehund bestehen bleiben. Experten raten auch dringend davon ab, den Heuler anzufassen. Zuerst sollten die Menschen abwarten, ob die Mutter nicht doch irgendwo zu sehen ist. Ansonsten sollte die Seehundstation angerufen werden.
Hilfe von der Seehundstation
Fast 100 ehrenamtliche Helfer gibt es an der niedersächsischen Nordseeküste, die den gefundenen Seehund zunächst selber eine Stunde lang beobachten. Erst dann bringen sie das Tier zur Aufzuchtstation. Dieser Transport sollte aber auf keinen Fall von einem Laien übernommen werden – nur das Fachpersonal ist dafür geeignet. Denn die eigentlich so süßen Heuler haben von Geburt an spitze Zähne, die schwere Verletzungen verursachen können. Außerdem sind Seehunde wahnsinnig reaktionsschnell: Sie drehen ihren Kopf blitzschnell, um zuzubeißen. Den Biss macht auch der Speichel der Tiere so gefährlich, da er toxische Stoffe enthält und schlimme Verätzungen verursachen kann.
Besonders nicht beim Säugen stören
Natürlich sollten auch die Heuler nicht angefasst werden, die zusammen mit ihrer Mutter am Strand liegen. Meistens werden sie dort gestillt. Bei einer Störung durch den Menschen verschwinden sie ins Wasser. Meistens meiden sie dann den Strand für eine Weile. Das ist aber gefährlich, da die Heuler lange nicht gesäugt werden, obwohl sie dringend auf die Milch angewiesen sind. Deshalb sollten Menschen hier großen Abstand halten. Die Phase der Abhängigkeit von der Mutter dauert etwa bis August. Danach sind Heuler selbstständig und kommen alleine zurecht. Die ehrenamtlichen Helfer werden dann nur noch bei ernsthaften Verletzungen der Tiere gebraucht.
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