Tierquälerei oder Tradition – chipen bei Pferden
Seit dem 09.03.2010 ist eine neue Viehverkehrsverordnung in Kraft getreten. Sie sieht die Kennzeichnung und die Meldung von sogenannten Equiden vor. Das sind Pferde, Esel, Zebras und daraus hervorgehende Kreuzungen. Diese Kennzeichnung erfolgt über einen elektronisch auslesbaren Transponder.
Die hier gespeicherten Informationen beinhalten Daten über den Besitzer und den Lebensmittelstatus des Tieres. In früheren Zeiten war das Brandzeichen Tradition und bei den Pferden das einzige Mittel, um den Eigentümer feststellen zu können. Das sogenannte Chipen wird von Tierschützern dem bisher üblichen Brandzeichen vorgezogen.
Was ist ein Transponder?
Beim Transponder handelt es sich um einen Mikrochip, der vom Tierarzt unter der Haut platziert wird. Wie schon lange bei Hunden üblich, kann man die darauf befindlichen Daten mit einem geeigneten Gerät herauslesen und hierbei den Besitzer schnell ausfindig machen. Auch der Besuch beim Tierarzt verläuft dank des Chips einfacher.
Wie bei der Gesundheitskarte der Krankenkassen, ist auch auf dem Chip alles Wichtige gespeichert. Zwar soll es das Brandzeichen auch weiterhin in der Pferdezucht geben, Tierschützer appellieren aber, zumindest bei den Fohlen auf das Brennen zu verzichten.
Tierschützer vs. Tradition!
Während traditionelle Pferdehalter weiterhin auf den Brand der Tiere setzen, appellieren Tierschützer für den Einsatz von Transpondern. Veterinärmediziner weisen immer wieder darauf hin, wie schmerzvoll und verstörend das Brennen für die Tiere ist. Wohingegen das Einführen eines Chips fast ohne Schmerzen verläuft.
Auch die Gefahr einer Wundinfektion ist beim Transponder sehr viel geringer, denn dieser wird nur knapp unter die Haut geschoben. Die Haut selbst wird, bis auf den Einstich, nicht verletzt. Wissenschaftler haben die Vitalfunktionen während des Brennens gemessen. Ihrer Aussage nach lässt sich kein eindeutiger Indikator für Schmerzen beim Pferd nachweisen. Jedoch wird das von jedem, der sich schon einmal verbrannt hat, sicher anders gesehen. Wer sein Tier liebt, wird den Transponder sicher dem Brennen vorziehen und ihm den Schmerz ersparen.
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