Wenn der Specht ein Loch ins Haus klopft

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Wenn der Specht ein Loch ins Haus klopft

Es kommt vor, dass Spechte Hauswände mit Bäumen verwechseln. Doch was passiert, wenn ein Specht ein Loch in den Putz klopft?

Besonders im Winter können Schäden am Putz oder der Wärmedämmung verheerende Folgen haben. Durch jede Art von Lücke kann Feuchtigkeit in das Mauerwerk des Hauses gelangen, warnt der bayrische Landesverbund für Vogelschutz. Als besonders gefährdet gelten Gebäude mit Wärmedämmung, da die Vögel hier besser in der Lage sind, sich Höhlen zu bauen als im bloßen Putz oder Mauerwerk. Der Specht räumt hierfür das Dämmmaterial aus. Wenn daraufhin Feuchtigkeit in die Dämmung dringt, verliert diese ihre dämmende Eigenschaft. Die Höhlen müssen daher dringend geschlossen werden, erklärt der LBV.

Wie kann man seine Fassade schützen?

Wie alle Wildvögel steht auch der Specht unter Naturschutz. Das bedeutet, dass er weder gefangen noch verletzt noch getötet werden darf. Auch die Niststätten dürfen nicht zerstört werden. Die Brutzeit der Spechte liegt zwischen April und August, doch anschließend können auch andere Arten, wie Sperlinge, Kleiber, Mauersegler, Stare, Meisen und sogar Fledermäuse ihre Höhlen beziehen. Die Reparatur sollte daher bestenfalls außerhalb der Brutzeit erfolgen. Ist eine Reparatur jedoch dringen zu einem früheren Zeitpunkt nötig, kann man eine Genehmigung der Naturschutzbehörde einholen, so der LBV.

Um zu verhindern, dass der Specht im nächsten Jahr erneut seine Brutstätte in das Haus klopft, kann man beispielsweise Lichtreflexe zu Abschreckung verwenden, durch das Aufhängen von CDs, Spiegelstücken oder Flatterbändern. Wenn man den Vogel an der Fassade erwischt, sollte man ihn durch lautes Pfeifen, Klatschen, Trommeln oder durch Wedeln mit einem Tuch vertreiben. Vogelscheuchen sind meist nur an ihrem Standort effektiv, aber beschützen nicht die ganze Hausfassade.

Eine begrünte Fassade und dünne Metallbleche an den Ecken des Gebäudes können hilfreich sein. Auch Drahtnetze, die über die Fassade gespannt werden, halten laut LBV die Tiere ab. Doch der Naturschutzbund rät dringend davon ab, da lockere Netze für die Vögel zur tödlichen Falle werden können.

 

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