Warmpressverfahren
Das Warmpressverfahren wird bei der Herstellung von Speiseöl verwendet. Dabei wird ein Brei hergestellt. Dieser wird schließlich erhitzt und mit organischen Lösungsmitteln versetzt. Ein übliches Lösungsmittel kann dabei beispielsweise das Leichtöl sein. Bei diesem Vorgang entsteht eine Verdunstung, bei der das Öl herausgewaschen wird, so dass ein Rohöl entsteht. Da bei dieser Form der Verarbeitung noch viele Stoffe enthalten sind, die das Öl leicht verderblich machen und trüb werden lassen, muss es weiterverarbeitet werden. Deshalb werden die Öle danach noch raffiniert. Hierunter werden bei Speiseölen verschiedene chemische und physikalische Methoden verstanden, die es entschleimen, entsäuern und entbleichen. Der Nachteil des Warmpressverfahrens ist, dass nur wenig Nährstoffe enthalten sind. Zugleich ist der Geschmack nicht intensiv. Die Öle werden daher in der Regel für das Braten verwendet, da hier kaltgepresste und hochwertige Öle ihre positiven Eigenschaften verlieren würden.