Oliven
Die Olive ist die Frucht des Oliven– oder auch Ölbaums. Die Pflanze gehört zu den Ölbaumgewächsen. Sie gehörte bereits in der Antike zu den Kulturpflanzen und ist damit eine der ältesten Kulturpflanzen, die noch heute Anwendung findet. Der immergrüne Baum produziert die Steinfrüchte, die schließlich im Handel erhältlich sind. Direkt nach der Ernte können Oliven allerdings nicht verzehrt werden. Sie sind sehr bitter und daher zum Verzehr ungeeignet. Deshalb müssen jene mehrmals mit Wasser behandelt werden, so dass sich die Bitterstoffe aus der Frucht lösen. Die schwarzen Oliven sind die echten grünen, die in vollreifem Zustand schwarz werden. Die schwarzen Früchte, die im Handel erhältlich sind, werden allerdings häufig mit Eisengluconat gefärbt, da die Zeit bis zur Vollreife sich als unwirtschaftlich herausstellte. Angebaut werden die Olivenbäume vor allem im Mittelmeerraum. Auch am Schwarzen Meer sind die Gewächse zu finden. Hier wachsen viele verschiedene Baumarten, deren Früchte unterschiedliche Verwendungsschwerpunkte zulassen. Knapp 90 Prozent der Früchte werden jährlich zu Öl verarbeitet. Hierfür stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die häufigste Form ist inzwischen die Kaltpressung, bei der die Oliven nicht mehr erhitzt werden, wie dies vor einigen Jahren noch stark verbreitet war. Dadurch enthalten die Öle noch sehr viele der ursprünglichen und wertvollen Inhaltsstoffe. Nur etwas zehn Prozent der Produktion wird zur Zubereitung verwendet. Hierbei sind vor allem die gefüllten Früchte zu erwähnen. Darüber hinaus werden sie als Zutat und Belag für Speisen und als Bestandteil von Salaten verwendet. Neben der Verwendung in der Küche wird das Olivenöl vermehrt auch in kosmetischen Produkten eingesetzt.