Morbus Bechterew
Die Ursache des Morbus Bechterew ist bislang unbekannt. Wahrscheinlich wird die Erkrankung allerdings vererbt, da eine familiäre Häufung beobachtet wurde. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine chronische Entzündung der Gelenke, die dann zu einer Versteifung der Wirbelsäule sowie der wirbelsäulennahen Gelenke führt. Die Bänder und die äußeren Anteile der Bandscheibe neigen in der Folge zur Verkalkung. Besonders häufig betroffen sind Männer zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Die Krankheit beginnt mit nächtlichen Schmerzen. Diese können dann bis in die Oberschenkel ausstrahlen. Im Bereich der Wirbelsäule kommt es zu Versteifungen, die überwiegend im Kreuzbeinbereich bemerkt werden. Durch Bewegung verbessert sich die Problematik. Für die Krankheit ist es charakteristisch, dass Schmerzen an den Fersen auftreten, die durch Verkalkungen an den Sehnen der Füße verursacht werden. Zudem kommt es bei vielen Betroffenen zu häufigen Augenentzündungen. Weitere Symptome, wie Fieber oder Gewichtsverlust, können auftreten, sind allerdings nicht charakteristisch für die Krankheit. Im Endstadium ist die Wirbelsäule komplett versteift. Meistens entsteht dabei eine typische Haltung, die allerdings durch vorherige Schonhaltungen bedingt ist. Werden die Schonhaltungen vermieden, dann kann die Wirbelsäule auch in einem physiologisch korrekten Zustand versteifen und daher bleiben dann die typischen Behinderungen der Atmung aus. Das Blickfeld ist allerdings immer eingeschränkt, da der Kopf kaum bewegt werden kann. Bei der typischen Haltung treten begleitend häufig noch Inkontinenzen sowie Herzschwächen und Impotenz auf. Die Diagnose kann anhand der Beschwerden gut gestellt werden. Zugleich ist auf dem Röntgenbild die Wirbelsäule in Form von Bambusstäben zu sehen. Diese Form ist heute allerdings eher selten zu finden. Darüber hinaus treten Veränderungen im Blutbild auf wie die Beschleunigung der Blutsenkung. In 90 Prozent der Erkrankungen ist das Zellantigen HLA-B27 nachweisbar, so dass dies zur Sicherung der Diagnose verwendet werden kann. Eine Therapie ist derzeit nicht möglich. Vielmehr können die Beschwerden nur durch eine Ernährungsumstellung sowie durch geeignete Medikamente gemildert werden.