Vergiftungen (Intoxikationen) bei der Katze
Definition
Nimmt die Katze giftige Stoffe mit der Nahrung auf oder ist sie ihnen ausgesetzt, kommt es zu Vergiftungen (Intoxikationen) bei der Katze. Die Giftstoffsubstanz greift schwerwiegend in den Stoffwechsel der Katze ein. Schon geringe Mengen führen zu Symptomen und Gesundheitsstörungen. Eine Vergiftung durch große Giftmengen ist lebensgefährlich für die Katze.
Gifte kommen in der Natur vor, gefährlich wird es, wenn die Katze giftige Pflanzen knabbert. Es gibt Gifte, die sowohl für den Menschen als auch für das Tier gefährlich sind. Jedoch sind auch für den Menschen unbedenkliche Lebensmittel, Kräuter und Medikamente teilweise schädlich für die Katze.
Ursache
Die Ursachen für Vergiftungen bei der Katze können unterschiedlich sein. Zum Beispiel entsteht eine Vergiftung, wenn der Katze falsche Medikamente verabreicht werden, weil der Halter meint, sie seien unbedenklich. Acetylsalicylsäure und Paracetamol scheinen für den Menschen hilfreich, führen bei der Katze jedoch zu Vergiftungen. Man sollte seine Katze also nicht damit versorgen, auch wenn es dem Menschen helfen mag.
In den meisten Fällen jedoch vergiften sich die Katzen, wenn sie Giftpflanzen wie Euphorien, Kalla, Efeu oder Oleander fressen. Aber auch bereits das Einatmen oder Auflecken von Giften kann für die Katze schädlich sein.
Symptome
Die Symptome von Vergiftungen bei der Katze können unterschiedlich sein. Sie richten sich nach der Art und der Menge des zu sich genommenen Gifts und der Art der Giftaufnahme.
Mögliche Symptome sind:
- Erbrechen und Durchfall bei der Katze
- vermehrtes Speicheln
- Benommenheitszustände, Unsicherheit beim Gehen
- Zittern und Krämpfe
- Lähmungen
- entweder besonders enge oder weite Pupillen
- starke Aufregung und andere Verhaltensauffälligkeiten bei der Katze.
Die Symptome können akut sein, aber auch erst schleichend auftreten. Vergiftet sich die Katze langsam kann dies zu Leberschäden und Nierenschwäche führen.
Diagnose
Eine rasche Diagnose ist bei Vergiftungen bei der Katze notwendig, damit die gezielte Behandlung einsetzen kann. Ist dem Halter bekannt, woran die Katze sich vergiftet hat, sollte dies dem Tierarzt mitgeteilt werden. Am besten wäre es eine Probe des Stoffes mitzubringen.
Der Arzt prüfte die Vergiftungsanzeichen und befragt den Halter bezüglich spezieller Beschwerden. In der Regel kann der Giftstoff rasch identifiziert werden, weshalb die Behandlung schnell darauf folgen kann. Außerdem helfen Blut- und Speichelproben sowie Proben von Erbrochenem, um eine Diagnose zu stellen. Bei Spezialuntersuchungen, wie HPLC, kann der Giftstoff direkt in den Proben nachgewiesen werden.
Ist die Vergiftung chronisch wird ein Ultraschall eingesetzt, um Organveränderungen erkennen zu können. Mit einer Urin- und Blutuntersuchung können Leber- und Nierenwerte Auskunft über die Funktion der Organe geben.
Behandlung
Die Behandlung von Vergiftungen bei der Katze ist davon abhängig wann, wie und welches Gift sie zu sich genommen hat. Ist die Vergiftung akut, muss das Gift schnell aus dem Körper der Katze geholt werden. Eine Magenspülung oder Medikamente, die zu Erbrechen führen, sind dafür hilfreich.
Wenn die Giftsubstanz auf dem Fell ist, muss dieses schnell und gründlich abgewaschen werden. In bestimmten Fällen hilft auch ein Gegengift, das die Wirkung des Giftes einschränkt. In anderen Fällen hilft eine Infusion.
Wann zum Tierarzt?
Man sollte bei Vergiftungen bei der Katze auf jeden Fall direkt zum Tierarzt gehen. Ist die Vergiftung akut, ist es sogar ein Notfall. Schnelles Eingreifen rettet unter Umständen Leben und verhindert Organschäden.
Der Tierhalter sollte nicht eigenständig eingreifen. Im schlechtesten Fall führt dies zu einer Verschlechterung. Man sollte sich darauf konzentrieren, dem Tierarzt alle Beobachtung genau schildern zu können und im Zweifelsfall Proben oder Verpackungen der Giftstoffe mit in die Praxis zu nehmen.
Prognose
Die Prognose bei Vergiftungen bei der Katze hängt von folgenden Faktoren ab:
- Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Katze
- Art des Giftes
- Giftmenge in Bezug zur Körpergröße
- Art der Giftaufnahme (z.B. Fressen, Einatmen)
- Zeit, die zwischen Giftaufnahme und Behandlung verstreicht
Wichtig ist vor allem, die Katze schnellstmöglich zum Tierarzt zu bringen, um die Behandlung zu beginnen.
Vorbeugung
Die Vergiftungen bei der Katze lassen sich nicht vollständig vermeiden. Sowohl frei lebende als auch im Haus lebende Katzen sind der Gefahr durch Gifte ausgesetzt. Entweder sind giftige Gartenpflanzen oder Giftköder dafür verantwortlich, oder Zimmerpflanzen, Reinigungs- und Lösungsmittel führen zu einer Vergiftung der Katze.
Der Halter sollte, auch wenn der Instinkt schon viel über Giftmittel verrät, auf folgendes achten:
- ätherische Öle in Duftlampen oder Körperpflegemittel können für Katzen giftig sein. Hierzu zählen zum Beispiel Teebaum- oder Zimtöl. Es sollte immer außerhalb der Reichweite von Katzen stehen
- Medikamente sollten nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Die Katze darf nur solche Medikamente erhalten, die für Katzen zugelassen sind oder die der Tierarzt empfohlen hat
- Bestimmte Zimmerpflanzen können bei Katzen zu Vergiftungen führen. Zu den giftigen Pflanzen zählen Wolfsmilcharten, Dieffenbachia, Aronstabgewächse, Kalla, Oleander, Efeu, Azaleen, Nadelbäume, Narzissen und Alpenveilchen
- Haushaltsgiftstoffe für Katze sind unter anderem Putzmittel mit Phenol oder Kresol, Mottenkugeln, Lampenöl, Terpentin, Säuren und Laugen.
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