Zöliakie
Die Zöliakie ist eine Überempfindlichkeit der Dünndarmschleimhaut. Die Überempfindlichkeit richtet sich gegen das Gluten. Es handelt sich dabei um das Klebereiweiß des Getreides. Im Verlauf der Krankheit verkleinern sich die Darmzotten, so dass die Problematik noch weiter voranschreitet. Die Erkrankung manifestiert sich häufig bereits bei Säuglingen und Kleinkindern. Aber auch Erwachsene können sich infizieren. Die genaue Ursache ist bislang ungeklärt. Die Symptome bestehen zunächst aus einem Fettstuhl, der deutlich zu erkennen ist. Dieser entsteht durch das Gluten. Durch die Überempfindlichkeit kann der Darm Fett nur noch schlecht aufnehmen, so dass es im Stuhl verbleibt. Durch die verminderte Aufnahme der Fette kommt es zu Mangelerscheinungen, da fettlösliche Vitamine nicht aufgenommen werden können. Der Körper verliert an Gewicht und neigt zu einer ausgeprägten Schwäche. Häufig liegen auch eine Blutarmut sowie Ödeme, Rachitis und sehr flüssige Durchfälle vor. Die Therapie kann durch die Fettstühle sowie durch den Nachweis der Zottenatrophie gestellt werden. Die Therapie besteht in einer strengen glutenfreien Diät. In den ersten Monaten müssen auch Milchprodukte vermieden werden, da ein Enzymmangel vorliegt, der sekundär vorhanden ist. Fettlösliche Vitamine müssen in geeigneter Form zugeführt werden.