Cholera

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Die Cholera ist eine akute Erkrankung, die vorwiegend den Dünndarm befällt und Brechdurchfälle auslöst. Durch die Durchfälle entstehen Elektrolyt- und Wasserverluste, die gravierend sind, so dass die Erkrankung ohne Behandlung nach Stunden zum Tod führt. Die meisten Ansteckungen verlaufen allerdings ohne Symptome, so dass nur eine geringe Zahl infizierter Personen überhaupt Anzeichen entwickelt. Die Ansteckung mit dem Erreger Vibrio cholerae erfolgt durch rohen Fisch und Trinkwasser. Nach wenigen Stunden bis zu fünf Tagen treten dann akute zunächst breiige bis wässrige Durchfälle auf, die von Schleimflocken durchsetzt sind. Die Durchfälle verursachen keine Schmerzen. Erbrechen ohne Übelkeit tritt danach ebenfalls auf. Fieber fehlt allerdings vollständig und kann durch Untertemperatur ersetzt werden. Aufgrund der Durchfälle trocknet der Patient sehr schnell aus und die Hautspannung nimmt ab, wodurch die Wangen einfallen und die Augen tief liegen. Ein beschleunigter Herzschlag sowie niedriger Blutdruck und eine verminderte Harnmenge begleiten das Geschehen. Zugleich ist der Puls „fadenförmig”. Später stellen sich Krämpfe und Schockzustände ein. Am Ende der Erkrankung kann ein Darmverschluss sowie Herzstillstand vorliegen. Der Nachweis des Erregers kann durch eine Stuhlprobe erfolgen, die auch die Diagnose sichert. Allerdings dauert die Erstellung der Proben zu lange, so dass verdachtsweise Antibiotika und Infusionen verabreicht werden. Grundsätzlich ist eine Impfung möglich, so dass der Erkrankung vorgebeugt werden kann.

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