{"id":6568,"date":"2013-09-10T12:49:14","date_gmt":"2013-09-10T10:49:14","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheitsberatung.com\/psychologie\/?p=6568"},"modified":"2023-06-03T20:09:55","modified_gmt":"2023-06-03T18:09:55","slug":"parapsychologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gesundheitsberatung.com\/psychologie\/news-storys\/parapsychologie\/","title":{"rendered":"Parapsychologie"},"content":{"rendered":"<h3>Die moderne PSI-Forschung, ihre Ergebnisse und ihr Ansehen in der Gesellschaft<\/h3>\n<p>Schl\u00e4gt man im Deutschen Brockhaus unter dem Eintrag <strong>Parapsychologie<\/strong> nach, findet man die Definition: \u201e\u2026 die (umstrittene) Lehre von den okkulten Erscheinungen, das hei\u00dft von au\u00dfersinnlichen Wahrnehmungen (Telepathie, Hellsehen, Pr\u00e4kognition, Prophetie)\u2026 (\u2026)\u201c. An der zum Satzbeginn eingef\u00fcgte Anmerkung \u201eumstritten\u201c, sowie der allgemeinen Klassifizierung \u201aokkult\u2018 l\u00e4sst sich schon erkennen, dass die Brockhaus-Redaktion sich nur sehr zur\u00fcckhaltend und mit gewissen Vorurteilen an dieses Thema heranwagt.<\/p>\n<p>Denn der Begriff Okkultismus wird vom gleichen Brockhaus so beschrieben:<br \/>\n\u201e\u2026 weltanschauliche Richtungen und Praktiken, die in der heutige wissenschaftliche Systematik nicht einzugliedernde Tatsachen der Natur und des menschlichen Geistes betreffen\u2026 (\u2026)\u201c. Schon nach kurzer Recherche in diesem Zusammenhang ist klar, dass wir es mit einem Thema zu tun haben, das bei vielen auf wenig Gegenliebe, bis hin zur Ablehnung oder sogar angstvoller Zur\u00fcckweisung st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Angst wird jedoch allzu h\u00e4ufig von Unwissenheit hervorgerufen; was der Mensch nicht kennt, und was ihm unheimlich erscheint, dem begegnet er mit Angst \u2013 und wie schnell aus Angst (oft unbegr\u00fcndeter) Hass wird, erleben wir in unserer Welt jeden Tag aufs Neue. Grund genug also, diesem Thema auf die Schliche zu kommen, es zu durchleuchten, und f\u00fcr Klarheit zu sorgen, auf dass diese r\u00e4tselhafte menschliche Gabe ihren seltsamen, unguten Beigeschmack verliert, und uns vielleicht sogar \u2013 im Gegenteil \u2013 Nutzen bringen kann.<\/p>\n<h3>Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?<\/h3>\n<p>Es ist ein Stigma, welches der Parapsychologie seit Anbeginn anh\u00e4ngt: n\u00e4mlich dass man sich damit auf Satanismus, Schwarze Magie oder irgendwelche Irrlehren einlie\u00dfe, die unweigerlich darin enden, dass man eines Tages in eine Anstalt eingewiesen wird \u2013 weil man seinem \u201aGuru\u2018 oder \u201aGro\u00dfmeister\u2018 in zu tiefe und dunkle Abgr\u00fcnde der Zauberei gefolgt war. Fast immer wird Parapsychologie mit einem \u201eGlauben\u201c assoziiert.<\/p>\n<p>Bilder von n\u00e4chtlichen Hexent\u00e4nzen in verwunschenen Steinkreisen, oder von beschw\u00f6renden Ritualges\u00e4ngen, die aus finsteren Gew\u00f6lbekellern heraufdringen, geistern durch die K\u00f6pfe. Schlimmer noch \u2013 diese Vorstellungen sind so tief verwurzelt, dass man sich buchst\u00e4blich aus einem ganzen Berg von Vorurteilen freischaufeln muss, will man seinen Mitmenschen erkl\u00e4ren, was Parapsychologie eigentlich bedeutet. Wohl dem, der \u00fcberhaupt Geh\u00f6r findet.<\/p>\n<p>Dabei besteht einer der wesentlichsten Inhalte der PSI-Forschung darin, beim erfassen parapsychischer Ph\u00e4nomene besonders wissenschaftlich vorzugehen. Niemals w\u00fcrde ein ernstzunehmender PSI-Forscher n\u00e4chtens durch finstere W\u00e4lder schleichen, oder in dunklen Gew\u00f6lben bei gruseligen Seancen anzutreffen sein.<\/p>\n<p>Nein, ihm ginge es vielmehr darum, jeglichen Betrugsversuch auszuschlie\u00dfen, oder St\u00f6rfaktoren wie Halluzinationen, Nebeneffekte, Zuf\u00e4lle, Beteiligung der f\u00fcnf normalen menschlichen Sinne und \u00e4hnliches zu eliminieren. Im besonderen Ma\u00dfe gilt seine Aufmerksamkeit dem Ausschlie\u00dfen des Zufalls, denn dies ist das lapidare Lieblingsargument der Skeptiker, die lieber Zuf\u00e4lligkeit unterstellen, als die M\u00f6glichkeit eines echten PSI-Ph\u00e4nomens in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p>Besonders die Forscher Dr. Milan Ryzl und Professor J. B. Rhine haben sich um die n\u00fcchterne und unvoreingenommene Methodik der PSI-Forschung verdient gemacht, indem sie eine fast schon bizarr zu nennende Akribie an den Tag legten, wenn es darum ging, die M\u00f6glichkeit \u201aanderer\u2018 Erkl\u00e4rungen oder des Zufalls f\u00fcr ein PSI-Ph\u00e4nomen auszuschlie\u00dfen. Buchst\u00e4blich auf allen Vieren krochen sie unter Experimental-Aufbauten herum, pr\u00fcften die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Schalldichte und Undurchsichtigkeit der Hilfsmittel, und wiederholten ihre Experimente tausendfach, um den Zufall auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<h3>Das wissenschaftliche Prinzip der Beweisbarkeit<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Beweisbarkeit im wissenschaftlichen Sinn gibt es zweierlei Methoden:<\/p>\n<ol>\n<li>Durch logische oder<\/li>\n<li>empirische Gr\u00fcnde.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Da die Parapsychologie, nach unserem heutigen Wissenstand, die streng logische Beweisf\u00fchrung f\u00fcr die Existenz des \u00dcbersinnlichen verschlossen bleibt, muss sie sich der empirischen Beweisf\u00fchrung bedienen. Empirische Beweisf\u00fchrung bedeutet, dass eine Behauptung dann als bewiesen gilt, wenn man ausreichend viele, verl\u00e4ssliche Hinweise f\u00fcr ihre Wahrheit vorlegen kann. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es klare Regeln \u2013 es gen\u00fcgt nicht, einfach nur zu behaupten, dass soundso viele Menschen die Theorie best\u00e4tigt haben. Nein, man muss ausdauernd Beweise von hoher Qualit\u00e4t sammeln und sie statistisch erfassen, um letztlich einen g\u00fcltigen Nachweis erbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie funktioniert das nun? Die Antwort ist banal: Durch Testreihen. Und zwar solche, die wiederholbar und nachpr\u00fcfbar sind. Wir m\u00fcssen uns in diesem Zusammenhang auf die empirische Beweiskette st\u00fctzen, also nicht auf beweisbare Logik, sondern auf Statistik. Um es vorweg zu nehmen: alles spricht f\u00fcr die Existenz parapsychologischer Ph\u00e4nomene. Seit langem gibt es an verschiedenen internationalen Universit\u00e4ten spezielle Fakult\u00e4ten, die \u00fcber viele Jahre hinweg wissenschaftliche Textreihen und Laborversuche durchf\u00fchrten. Eine der ersten Aufgaben der P. besteht darin, die Unsicherheitsfaktoren der Probanden auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der menschliche Geist ist beeinflussbar, er unterliegt Gef\u00fchlsregungen, manche Dinge sind aufgrund bestehender Informationen vorhersehbar, mitunter sind auch Pers\u00f6nlichkeitsprofile einzelner Testpersonen pr\u00e4destiniert, um verf\u00e4lschte Ergebnisse hervorzubringen. Minuti\u00f6s werden bei Versuchsreihen diese Quellen ausgefiltert, die zu falschen Ergebnissen f\u00fchren k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3>Der Rhine-Test<\/h3>\n<p>Professor Joseph Banks Rhine, Vater der experimentellen Parapsychologie, erfand in den drei\u00dfiger Jahren an der Duke-Universit\u00e4t, North Carolina, einen speziellen Test, mit dem er m\u00f6gliche au\u00dfersinnliche Wahrnehmungs-F\u00e4higkeiten seiner Testpersonen herauszufinden versuchte.<\/p>\n<p>Dazu entwickelte er Karten, die f\u00fcnf, deutlich voneinander zu unterscheidende Motive aufwiesen: Kreis, Stern, Welle, Kreuz und Quadrat. Sein Kartensatz enthielt 25 Karten, von jedem Motiv f\u00fcnf. Um nun mit diesem Kartensatz etwas anfangen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir uns den Begriff Zufallsdurchschnitt ansehen. Bei f\u00fcnfundzwanzig Karten und f\u00fcnf unterschiedlichen Motiven wird jeder sofort verstehen, dass bei zuf\u00e4lligem Raten, welche Karte als n\u00e4chstes k\u00e4me, eine durchschnittliche Chance von 1:5 besteht, zuf\u00e4llig richtig zu raten. Das kann man leicht zuhause mit beliebigen Karten ausprobieren \u2013 wichtig ist nat\u00fcrlich, dass man<\/p>\n<p>erstens alle m\u00f6glicherweise beeinflussenden Faktoren ausschlie\u00dft. Es macht also z.B. keinen Sinn, das Experiment mit einem uralten Spielkartensatz durchzuf\u00fchren, an dessen abgenutzten R\u00fcckseiten man schon erkennen k\u00f6nnte, dass das Herz-Abon\u2019Shan als n\u00e4chste Karte kommen w\u00fcrde. F\u00fchrt man nun den Test durch \u2013 (das Original-Setup w\u00fcrde 2 Testpersonen erfordern, wobei die erste Person die Karten ansieht, und der zweiten Person, die in einem anderen Raum sitzt, die Karten-Reihenfolge gedanklich zu \u00fcbertragen versucht), sind die Chancen sehr gro\u00df, 5 Treffer zu erzielen. Sollte man im ersten Versuch jedoch 10 Treffer erzielen, hat man noch keinen Grund (!) zum Jubeln.<\/p>\n<p>Die zweite, dritte und vierte Versuchsreihe wird vermutlich sehr rasch zeigen, wie sehr der Zufall seine Hand im Spiel hatte. Will man es wissenschaftlich korrekt durchf\u00fchren, muss man buchst\u00e4blich Hunderte, ja sogar Tausende Testreihen durchf\u00fchren, um eine Verf\u00e4lschung durch Zuf\u00e4lligkeit auf das kleinste nur denkbare Ma\u00df zu verringern. Erinnern Sie sich? Wir wollen ja die Wahrscheinlichkeit echter ASW testen, und nicht die \u201eWahrscheinlichkeit des Zufalls\u201c.<\/p>\n<h3>Die M\u00f6glichkeit von PSI<\/h3>\n<p>Nun kommen wir zu einem spannenden Moment. Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, einen Test vorzubereiten. Man k\u00f6nnte Karten, W\u00fcrfel oder M\u00fcnzen nehmen, sogar der Computer als Testmedium kommt infrage, (wird sogar immer interessanter). Exorbitant wichtig ist es stets, die M\u00f6glichkeiten der Verf\u00e4lschung nach besten Kr\u00e4ften auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Alles, was den Test beeinflussen k\u00f6nnte, muss ausgeschaltet werden, in manchen Testreihen nahm das geradezu groteske Z\u00fcge an: die Raumtemperatur, die Lichtverh\u00e4ltnisse , die Schallreflexion, die Luftfeuchtigkeit, einfach alles wurde \u00fcberpr\u00fcft, wobei der Proband nur die Farbei einer Karte ersp\u00fcren sollte, die in einem (bis zu 10-fach verschachtelten und verschwei\u00dften) Umschlag hinter einer Sichtschutzwand lag.<\/p>\n<p>Wenn man die Sicherheitsma\u00dfnahmen derartig \u00fcbertreibt, wird auch dem letzten Skeptiker klar, dass da tats\u00e4chlich ein ASW-Ph\u00e4nomen vorliegt, wenn sich \u00fcber lange, lange Testreihen hinweg eine Tendenz ergibt, die \u00fcber dem Zufallsdurchschnitt liegt. Was w\u00fcrden Sie sagen, wenn es jemandem gel\u00e4nge, mithilfe seiner Willenskraft, einen M\u00fcnzwurf so zu beeinflussen, dass die M\u00fcnze h\u00e4ufiger auf der Kopf- als auf der Zahlseite landet?<\/p>\n<p>Nehmen wir dazu an, dass dieser M\u00fcnzwurf von einer anderen Person in einem anderen Raum vorgenommen w\u00fcrde, und zwar in 2.000 Testreihen, wobei jede Testreihe 1.000 M\u00fcnzw\u00fcrfe enthielte. Eine Million M\u00fcnzw\u00fcrfe \u2013 das klingt verr\u00fcckt? Ja, das mag sein \u2013 aber jeder wird verstehen, dass hier kein zuf\u00e4llig verf\u00e4lschtes Ergebnis mehr herauskommen kann.<\/p>\n<p>Wenn die Testbedingungen genau eingehalten, protokoliert und unabh\u00e4ngig bezeugt wurden, ist dies der empirische Beweis, nach dem wir gesucht haben \u2013 vorausgesetzt nat\u00fcrlich, das Ergebnis weicht von einem Verh\u00e4ltnis 50:50 ab. Und so verr\u00fcckt es klingen mag \u2013 die wirklich Aufsehen erregenden PSI-Tests der Vergangenheit wurden auf diese Weise durchgef\u00fchrt: Zahllose Versuche in endlos langen Testreihen, minuti\u00f6s aufgezeichnet. Und die Ergebnisse sprachen f\u00fcr sich: bestimmte \u201emedial begabte\u201c Testpersonen waren nachweislich in der Lage, Ergebnisse zu erzielen, die man beim besten Willen nicht mehr als zuf\u00e4llig abtun konnte.<\/p>\n<h3>Die Anti-Zufallswahrscheinlichkeit<\/h3>\n<p>Nun gelangen wir zu einer Frage, die manchen Leser sicherlich verwundern wird. Ab welchem Punkt kann man davon sprechen, dass PSI vorliegt? Wenn der Proband durchschnittlich 10 Karten err\u00e4t, anstatt der normalerweise nur 5? Oder m\u00fcsste er gar 15, 20, oder alle 25 Karten korrekt erraten, um als begabt im Sinne der ASW zu gelten? Die Antwort ist verbl\u00fcffend. Es gen\u00fcgt schon eine Abweichung im Bereich von nur einem Prozent \u2013 um es vereinfacht auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p>Es kommt darauf an, wie lang die Testreihe war, wie stark daran gearbeitet wurde, die M\u00f6glichkeit der Zufallsabweichung einzud\u00e4mmen. Bei unserem Experiment mit der M\u00fcnze, in welchem eine Million Versuche absolviert wurden, w\u00fcrde eine Abweichung um nur 1 Prozent (das hei\u00dft 51 % Kopf, bei 49 % Zahl) bedeuten, dass mit einem Wahrscheinlichkeits-Faktor von mehreren Tausend zu Eins tats\u00e4chlich ein parapsychische Ph\u00e4nomen vorliegt. Mit anderen Worten: es ist mehrere Tausend Mal wahrscheinlicher, dass ASW im Spiel ist, als dass es nicht der Fall ist. Mehrere Tausend Mal zu eins \u2013 sollte das nicht eine \u00fcberzeugende Zahl sein? Aber es kommt noch erstaunlicher.<\/p>\n<h3>Pawel Stepanek<\/h3>\n<p>Stepanek, ein Bankangestellter aus Prag, galt in den Sechziger Jahren als der \u201emedialste\u201c Mensch der Welt. Kein anderer hat in protokollierten und bezeugten Testreihen so nachhaltig bewiesen, dass er F\u00e4higkeiten in Bereich der ASW besitzt, wie er. \u00dcber einen Zeitraum von etwa zehn Jahren hinweg wurde er von dem herausragenden tschechischen Parapsychologie-Forscher Dr. Milan Ryzl in zahllosen Labortestreihen getestet und erzielte zeitweise atemberaubende Ergebnisse.<\/p>\n<p>Dennoch verbrachte er sein ganzes mediales Leben mit nichts anderem, als die Farben von Karten zu erraten \u2013 Schwarz oder Wei\u00df. Der Aufbau des Experiments wurde bereits weiter oben beschrieben: Pawel Stepanek sollte ersp\u00fcren, wie herum eine Karte, deren Vorderseite Schwarz und die R\u00fcckseite wei\u00df war, in einem Umschlag lag. Dr. Ryzl verwendete au\u00dferordentlich viel Zeit und Aufmerksamkeit darauf, die Versuchsreihen narrensicher zu machen, so dass absolut glaubhaft wurde, dass Stepanek nicht den allergeringsten Hinweis auf die Lage der Karten in den bis zu zehnfach in sich verschachtelten Umschl\u00e4gen haben konnte.<\/p>\n<p>Schon bei seinen ersten Testreihen erzielte Stepanek eine Trefferquote von 57 % (von 2000 zu ratenden Karten, hatte er 1140 Treffer \u2013 bei 860 falschen), was rechnerisch eine Anti-Zufalls-Wahrscheinlichkeit von 10 Millionen zu 1 ergab. Es gibt in unserem Sprachgebrauch die oft und gerne benutze Wendung: \u201e\u2026 die Chance steht eine Million zu Eins\u201c, womit man meint, dass etwas eigentlich vollkommen ausgeschlossen ist. Wie w\u00e4re es dann mit Stepaneks 10 Millionen zu Eins? Ist da noch ein Zufall denkbar?<\/p>\n<h3>Hier Stepaneks H\u00f6chstleistungen:<\/h3>\n<ol>\n<li>Zwei Majority-Vote-Tests, von Ryzl durchgef\u00fchrt. Resultate: Trefferquote 71 Prozent beim ersten Test, 100 Prozent beim zweiten. Anti-Zufallswahrscheinlichkeit: .20000 zu 1 beim ersten Test; 112 Billionen zu 1 beim zweiten.<\/li>\n<li>Zwei Schl\u00fcsselexperimente mit Karten (und Unterexperimenten) mit den Versuchsleitern Pratt und Blom im Jahre 1963 und 1968. Anti-Zufallswahrscheinlichkeit: 500.000 zu 1 beim ersten, und 10 Millionen zu 1 beim zweiten Experiment.<\/li>\n<li>Zwei Experimente 1963 unter Aufsicht holl\u00e4ndischer, japanischer und irdischer Forscher. Anti-Zufallswahrscheinlichkeit: 1.000 Billionen zu 1 und 1 Million zu 1.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es sei hier noch einmal erw\u00e4hnt, dass all diese Experimente unter extrem peniblen Sicherheitsvorkehrungen durchgef\u00fchrt wurden, die Verf\u00e4lschungen und Zuf\u00e4lle ausschlie\u00dfen sollten. Alles wurde genau protokolliert und bezeugt. Allein durch die Versuche von Stepanek und Ryzl, kann eigentlich kein Zweifel mehr daran bestehen, dass das Ph\u00e4nomen der ASW tats\u00e4chlich existent ist.<\/p>\n<p>Doch nun vom Labor hinaus in die Welt. Nachdem wir also \u201aglauben\u2018 d\u00fcrfen, (was aber keinesfalls religi\u00f6s gemeint ist), dass Au\u00dfersinnliche Wahrnehmung durchaus existent ist, r\u00fccken auch andere Ereignisse in Licht m\u00f6glicher Wahrheit. Ereignisse, die bisher niemand wirklich ernst nehmen wollte.<\/p>\n<h3>Das Ungl\u00fcck von Aberfan<\/h3>\n<p>Im Jahre 1966 ereignete sich in Aberfan, einer Bergarbeiter-Stadt in S\u00fcd-Wales (England), ein verheerendes Ungl\u00fcck. Ein Teil eines ganzen Berges brach ab, geriet ins Rutschen und begrub binnen weniger Augenblicke einen Teil der Ortschaft, und das alte Schulhaus unter sich. 128 Kinder starben, 16 Erwachsene, und die englische Presse schrieb dar\u00fcber als das \u201egr\u00f6\u00dfte Ungl\u00fcck, das unser Volk jemals in Friedenszeiten heimgesucht hat\u201c.<\/p>\n<p>Ein Bericht beschrieb den Vorfall so: Ein Blick in das kleine Tal hinab, dann die gewaltige Kohlelawine, die vom Berg abbrach und hinabraste. Ein kleiner Junge mit Panyfrisur stand wie erstarrt nahebei, \u00fcberlebte aber\u2026 dann waren Rettungsmannschaften da\u2026 Ein Augenzeuge? Nein\u2026 &#8211; nicht direkt. Das Ungl\u00fcck ereignete sich am 21. Oktober um 9:15 Uhr \u2013 die Frau aber, die jenes Ereignis \u201asah\u2018, hielt sich \u00fcber 300 Kilometer entfernt in der Ortschaft Plymouth auf, und sie sah es am Vorabend, in Form einer seltsamen Vision, bei der sechs Zeugen anwesend waren. Sogar ihrer Nachbarin erz\u00e4hlte die Frau am n\u00e4chsten Morgen davon, um 8:30 Uhr am Ungl\u00fcckstag, eine Dreiviertelstunde bevor die Katastrophe geschah.<\/p>\n<p>Kurz darauf kamen weitere Berichte hinzu. Ein kleines M\u00e4dchen, das bei dem Ungl\u00fcck umkam, erz\u00e4hlte schon 14 Tage zuvor ihren Eltern davon, dass sie tr\u00e4umte, sie wollte in die Schule gehen, aber keine Schule w\u00e4re nicht mehr da gewesen: \u201e\u2026 etwas Schwarzes h\u00e4tte sich \u00fcber sie gelegt\u201c.<\/p>\n<p>Die Eltern und der Pfarrer des Ortes waren als Zeugen anwesend. Andernorts, sieben Tage vor dem Ungl\u00fcck in einer Nachbarortschaft, hatte eine frau eine detaillierte Version der Katastrophe. Es gibt zwei Freunde, die schriftlich best\u00e4tigen, vier Tage vor dem Ereignis vor dieser Vision geh\u00f6rt zu haben. Es gab noch eine ganze Reihe weiterer Visionen. Tr\u00e4ume und Vorahnungen, in welchen das Ungl\u00fcck vorausgesehen wurde.<\/p>\n<p>Beeinflusst durch die Vielzahl der Berichte suchte der englische Psychologe J. C. Baker mithilfe eines Presseaufrufes nach weiteren, durch Zeugen gest\u00fctzten Visionen \u00fcber das kommende Ungl\u00fcck \u2013 in den folgenden Wochen sammelten \u00fcber zweihundert, die nach intensiver Pr\u00fcfung als durchaus wahr eingestuft werden k\u00f6nnen. Kollektive Hirngespinste? Massenhysterie?<\/p>\n<p>Unsere heutige, westliche Zivilisation ist ein gro\u00dfes R\u00e4derwerk verl\u00e4sslicher und berechenbarer Mechanismen, alles tickt und l\u00e4uft im Rhythmus vertrauter Abl\u00e4ufe und handfester Ereignisse. Was in diesem R\u00e4derwerk mitspielen will, muss beweisbar, zuverl\u00e4ssig und austauschbar sein. Und doch leben und arbeiten wir Menschen im Verst\u00e4ndnis dessen, dass es Dinge gibt, die sich nicht so einfach erkl\u00e4ren und beweisen lassen. W\u00e4hrend die Parapsychologie h\u00e4ufig als Unsinn abgetan oder bel\u00e4chelt wird, hat doch eigentlich jeder von uns seine Gef\u00fchle und Ahnungen im Kopf. H\u00e4ufig verl\u00e4sst er sich sogar darauf und erzielt damit ausgesprochen n\u00fctzliche und verwertbare Ergebnisse \u2013 die er mit einem Kopfnicken und einem: \u201eIch hab\u2019s doch gewusst!\u201c als v\u00f6llig korrekt und normal betrachtet.<\/p>\n<h3>Gibt es eine Grenze?<\/h3>\n<p>Ist da irgendwo eine Schranke aufgebaut, jenseits derer Gef\u00fchle und Ahnungen ganz pl\u00f6tzlich zu Unfug und Hirngespinsten werden? Ist das dr\u00e4ngende Gef\u00fchl, dass jemand hinter einem steht, vollkommen in Ordnung, w\u00e4hrend es in den Bereich des Phantastischen geh\u00f6rt, wenn man glaubt, jemanden sp\u00fcren zu k\u00f6nnen, der drau\u00dfen vor dem Haus steht? Wo zieht man hier die Grenze? Oder besser noch: wor\u00fcber redet man lieber nicht, um nicht von seinen Mitmenschen f\u00fcr einen Spinner gehalten zu werden?<\/p>\n<p>In Zeiten, in denen in unserem t\u00e4glichen Leben die exakten Wissenschaften immer gr\u00f6\u00dferes Gewicht erhalten, ist es in der Tat heikel, \u00fcber Themen reden zu wollen, die sich der wissenschaftlichen Beweisbarkeit entziehen \u2013 jedenfalls nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben der Beweisbarkeit. Das Seltsame ist jedoch der Umstand, dass gerade die Grenzwissenschaften (z.B. Astrophysik oder Quantenmechanik) heute zunehmend in Bereiche vorsto\u00dfen, in denen alle bisher angenommenen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten auf dem Kopf zu stehen scheinen. Dort kommt man nicht umhin, sich gerade philosophischer Blickwinkel zu bedienen, um das Entdeckte \u00fcberhaupt noch begreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein wunderbares Beispiel ist die sogenannte Unsch\u00e4rferelation, ein Begriff aus der Quantenphysik von keinem Geringeren als dem gro\u00dfen Mathematiker Werner Karl Heisenberg formuliert. Demnach ist es ein quantenmechanisches Prinzip, dass der Ort (q) und Impuls (p) eines Teilchens nicht zugleich mit beliebiger Genauigkeit bestimmt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Je genauer man eine der beiden Eigenschaften zu beschreiben versucht, desto ungenauer (unsch\u00e4rfer) wird die andere Eigenschaft. Daraus resultiert: Die Wissenschaft st\u00f6\u00dft auf Grenzen in sich selbst. Nicht alles ist beliebig erforschbar. Je intensiver ich mich der einen Eigenschaft eines Objekts widme, desto mehr verschwimmt eine andere seiner Eigenschaften vor meinen Augen.<\/p>\n<p>Mitunter muss sich selbst der exakteste Wissenschaftler auf Ahnungen st\u00fcrzen, auf Annahmen und Spekulationen. An diesem Punkt, so sollte man meinen, ist auf die Grenze dessen erreicht, dass man sagen k\u00f6nnte: Dies oder das (in unserem Falle die Parapsychologie) ist Unfug, da es nicht exakt beweisbar ist. Nein, vielleicht ist es nur so: Unsere Welt hat nur ihren Blick zu sehr in die eine Richtung gesch\u00e4rft, so dass der Blick in die andere Richtung immer verschwommener wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die moderne PSI-Forschung, ihre Ergebnisse und ihr Ansehen in der Gesellschaft Schl\u00e4gt man im Deutschen Brockhaus unter dem Eintrag Parapsychologie nach, findet man die Definition: \u201e\u2026 die (umstrittene) Lehre von den okkulten Erscheinungen, das hei\u00dft von au\u00dfersinnlichen Wahrnehmungen (Telepathie, Hellsehen, Pr\u00e4kognition, Prophetie)\u2026 (\u2026)\u201c. 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